Gruppenreise in die Bukowina (Rumänien)

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Seit vielen Jahren verbindet die kath. Landvolkbewegung eine Partnerschaft mit dem Kindergarten und Kinderhort der Maria-Ward-Schwesterngemeinschaft in Radautz in der Bukowina  (deutsch: Buchenland).

Anfang Oktober machte sich eine kleine Gruppe  auf den Weg in die Bukowina. Eine bunte Mischung aus Begegnung und Gesprächen, Kunst und Kultur, Natur und Landwirtschaft und lebendiger Traditionen erwartete sie. Herr Otto-Friedrich Hallabrin (Leiter und Geschäftsführer des Bukowina-Instituts Augsburg a. D.) begleitete die Gruppe und brachte ihr mit seinem enormen Wissen über Geschichte, Kultur, Traditionen, Lebensgewohnheiten und Transformationsprozesse das Land näher.

Ein Höhepunkt war mit Sicherheit der Besuch des Kindergartens und des Sozialzentrums der Maria Ward-Schwestern in Radautz. Im Kindergarten hießen Kinder in rumänischer Tracht ganz traditionell die Gäste mit Brot und Salz willkommen. 79 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten werden hier von 3 Schwestern und 2 Mitarbeiterinnen betreut. Alle Gruppen führten Tänze und Lieder vor und es war deutlich erkennbar, wie wohl sich die Kinder hier fühlen.

Weiter ging’s zu Fuß durch Radautz zum Sozialzentrum. Herr Hallabrin nutzte die Gelegenheit, um viel Interessantes über eine der ältesten Siedlungen des Buchenlandes zu erzählen. Auch im Sozialzentrum wurde die Gruppe sehr herzlich willkommen geheißen. Schwester Felicitas berichtete über das Zentrum, über den Beginn und dessen Ziele. Die Schwestern kümmern sich hier nach der Schule um Kinder, die keine Perspektiven haben. Oft stammen die Kinder aus problematischen Familien, in denen Gewalt, Alkoholismus und psychische Probleme herrschen. Die Schwestern begleiten die Kinder durch deren Schulzeit bis sie einen Schulabschluss erwerben können.

Auch über die Situation und Problematik der rumänischen Landwirtschaft wurde sehr viel gesprochen. Eines der Milchkühlgeräte, das im Rahmen eines KLB-Projektes vor einigen Jahren nach Rumänien gebracht wurde, konnte bei einem Bergbauern auf 1.060 m Höhe besichtigt werden. Sehr positiv wurde aufgenommen, dass das Gerät sich in einem guten Zustand befindet.

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