Pilgertage der KLB Weilheim

Mittwoch, 24. Mai 2017

Seit 2015 gibt es die neu ausgewiesenen Pilger-Wander-Wege „Heilige Landschaft Pfaffenwinkel“. Drei Mehrtageswanderungen führen zu besonderen Orten im Pfaffenwinkel, der Region, die durch die große Anzahl von Kirchen, Klöstern und spirituellen Orten ihren Namen erhielt. Am Hohen Peißenberg starten und enden die drei Pilgerwege. Dieses Pilgerwegenetz war der Anstoß für die geführten Pilgertage der KLB im Dekanat Weilheim. In sechs Tagesetappen - drei im Frühjahr, drei im Herbst – wurde 2016 die Nordschleife gepilgert. Die Nordschleife stand unter dem Thema „Die Werke der Barmherzigkeit“. Die geistlichen Begleiter Pfr. Engelbert Birkle, Sr. Beate Grupp und Diakon Stefan Reichhart gaben wertvolle Impulse und es war Raum für Beten, Singen, Schweigen und Gespräch. Die Pilgertage sprechen Körper, Geist und Seele gleichermaßen an und die Resonanz war bei Teilnehmern und dem Organisationsteam sehr positiv. So fiel die Entscheidung leicht, die Pilgertage fortzuführen.

2017 steht die Westschleife auf dem Programm und dabei begleitet das KLB-Jahresthema „Mehr wagen – aus der der Tiefe leben“. An den einzelnen Etappen stehen drei bedeutende Paare im Mittelpunkt, die ganz besondere Lebens- und Glaubenswege gegangen sind: Klaus von der Flüe und seine Frau Dorothee, Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora, Kirchenvater Augustinus und Norbert von Xanten.

Auf der Ersten Etappe ging es nach Rottenbuch. Dabei war der Weg für das Tagesthema „Losgehen – sich in die Tiefe trauen“ wie geschaffen. Vom Winter auf dem Hohen Peißenberg ging es in den Frühling, der sich durch blühende Wiesen und strahlenden Sonnenschein am Schnalzhaus zeigte. Anschließend führte  ein sehr anstrengender, nicht ganz einfacher Weg über viele Höhen und Tiefen aus dem Wald heraus. Sylvia Hindelang gab mit Ihren geistlichen Impulsen immer wieder Anlass, über die eigenen Höhen und Tiefen, die guten Momente und Schwierigkeiten nachzudenken und den Ballast abzuwerfen.

Eine Woche später ging es auf der zweiten Etappe von Rottenbuch nach Steingaden. Das Tagesthema war „Trotzdem gehen – Widerstände überwinden“. Karl Müller-Hindelang gab interessante Einblicke in das Leben des Hl. Augustinus, in dessen Lebens- und Glaubensweg auch einige Widerstände zu überwinden waren. Dabei war auch dieses Mal der Weg wegen der Wetterkapriolen eine Herausforderung. Die Tage vorher hat es kräftig geschneit und so waren die Wiesen weiß und gelbe Löwenzahnblüten spitzten aus dem Schnee. Auf dem Brettlesweg konnte die Dichtigkeit der Schuhe geprüft werden und TROTZDEM kamen alle wohlbehalten in Steingaden an und konnten am Nachmittag die Sonne genießen.

Bei der dritten Etappe war der Frühling endlich zurückgekehrt. Zusammen mit dem geistigen Begleiter Bernhard Schöner, der über das Thema „Sich öffnen – Neues Wagen“ das Leben von Martin Luther in den Blick nahm, führte der Weg von Steingaden auf den Auerberg. Mit einer grandiosen Aussicht wurde das Hinaufgehen belohnt.

Die geistlichen Begleiter Sylvia Hindelang, Karl Müller-Hindelang und Bernhard Schöner verstanden es, wertvolle Impulse für den eigenen Lebens- und Glaubensweg zu vermitteln. Im Oktober geht es weiter und zwar in drei Etappen vom Auerberg zurück auf den Hohen Peißenberg.

 

 

Fotogalerien zu den Pilgertagen 2016 und 2017.